Stiftung

Käthe „Katharina“ Johanna Hoffmann wurde 1927 in Hamburg geboren und besuchte die Oberschule Alstertal in Fuhlsbüttel. Die Kriegsjahre prägten sie sehr, auch durch die brutalen Eingriffe der Staatsmacht in Familien der Nachbarschaft.
Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Hamburg Kunst- und Architekturgeschichte.
In den 1960er Jahren ergaben sich Freundschaften mit Willy Haas, Gerhard Marcks, Fritz Winter, Ewald Mataré, Andreas Paul Weber und HAP Grieshaber. Außerdem unterstützte sie ihren Bruder Gerhard bei seiner beginnenden freiberuflichen Tätigkeit. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Denia, Spanien, kehrte sie nach Hamburg zurück, um sich der Familie und dem Familienbetrieb zu widmen.
1985 gründete sie mit Ihrem Bruder Gerhard das Hilfswerk Haiti e. V. und 2001 die Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung.
Auf Ihren Wunsch hin, soll ein Teil der Mittel der Stiftung für Kultur- und Denkmalprojekte, besonders für die Sanierung und Restaurierung von Orgeln, ausgegeben werden.
Der schmerzliche Tod der Stifterin im Jahr 2021 war ein tiefer Einschnitt.

Gerhard Ernst Hoffmann wurde 1937 ebenfalls in Hamburg geboren. Aus der alten Stadt war gerade Groß-Hamburg geworden und die Industrie produzierte für die Aufrüstung. 1943 wurde er kinderlandverschickt, während in Hamburg-Barmbek das letzte der beiden elterlichen Papierwarengeschäfte den Bomben zum Opfer fiel. Als auch ihre Wohnung in Barmbek zerstört wurde, zog die Familie nach Wellingsbüttel.
Die Nachkriegsjahre waren von Hunger geprägt. Nach dem Abitur und dem Tod des Vaters studierte er Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Genossenschaftswesen, Geschichte, Wirtschaftsgeschichte und Volkswirtschaftslehre, arbeitet u.a. bei der Commerz- und Diskonto- Bank am Ness. Er arbeitete später als Rechtsbeistand und führte die Geschäfte seiner Firma Hansa-Finanz GmbH. In Hamburg unterstützten ihn dabei Mutter und Schwester.
Ab 1985 engagierte er sich mit seiner Schwester im bitterarmen Haiti. Beide organisierten Hilfstransporte, unterstützten Selbsthilfeprojekte, pflanzten Bäume und bauten dringend benötigte Schulen. 1998 wurde ihnen dafür eine Ehrenurkunde von Klaus Töpfer, dem ehemaligen Bundesminister und Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen, überreicht.
Im Jahr 2001 überführten Bruder und Schwester das gemeinsam erarbeitete Familienvermögen in die Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung.

2013 bekam Katharina Hoffmann für ihr Engagement im Hamburger Rathaus das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2022 wurde auch Gerhard Hoffmann mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ein vermutlich seltener Fall, dass zwei Stifter einer Stiftung – und dazu Geschwister – unabhängig voneinander für das besondere Engagement zum Wohle der Allgemeinheit in dieser Form ausgezeichnet wurden.
Diese besonderen Auszeichnungen sind ein weiterer Ansporn die Arbeit im Sinne des Allgemeinwohls fortzusetzen und sogar noch zu intensivieren.
Die gemeinnützige Arbeit und das außerordentliche Engagement der Geschwister trugen maßgeblich dazu bei, dass die Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung zu einem festen Bestandteil nicht nur der Hamburger Stiftungslandschaft wurde. Weit über die regionalen Grenzen hinaus trug und trägt die Stiftung mit ihrer Arbeit zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements bei. 

Die Stiftung wird von einem Vorstand geleitet. Dieser besteht zurzeit aus fünf Mitgliedern:

Dipl.-Kfm. Gerhard Hoffmann, Stifter und Vorstandsvorsitzender
Thomas Krüger, Rechtsanwalt und stellvertretender Vorsitzender
Dr. Karin Gröwer, Kultur- und Sozialhistorikerin
Helge von der Geest, Finanzen
Monika Schulz, Kunsthistorikerin und Projektbetreuung

In unserer Außenstelle in Kahla / Thür. engagiert sich ehrenamtlich:
Dr.-Ing. Klaus Andersson, Projektbetreuung